Warum verstehen wir immer erst bei der Konfrontation mit dem Tod, wie wertvoll unser Leben ist?

“Ein Hoch auf das Leben! Solange mein Herz schlägt, will ich lieben, will ich springen, will ich meine Möglichkeiten nutzen. Was ich dafür brauche: Meine Familie, meine Freunde, meine liebenden Menschen und vor allem meine Gesundheit.”

Wir alle haben zwei Leben. Das zweite startet, wenn du realisierst, dass du nur eins hast: Sind wir uns eigentlich all der schönen Dinge, all der wunderbaren Menschen und all der ganzen wundervollen Welt, in der wir leben dürfen, wirklich bewusst? Haben wir den Tod, der jeden Tag nach uns greifen kann, eigentlich auf dem Schirm?

Genau diese Fragen stellt Management-Trainerin Suna. Aber warum beschäftigt sich eine quirlige, überaus lebenslustige junge Frau mit so einem schweren Thema?

Der Tod ist gerade sehr präsent in meinem Leben. Meine Cousine starb ganz plötzlich mit Anfang 20. Mein Vater ist dem Tod nur knapp von der Schippe gesprungen, Herzinfarkt,” erzählt Suna, “seitdem gehe ich mit ganz anderen Augen durchs Leben.

Fotos: privat

Sunas Wurzeln liegen im Libanon. Als sie ihren schwer kranken Vater dort besuchte, ist sie an den dortigen Umständen und der extremen Schere zwischen arm und reich schier verzweifelt. “Es ist kaum in Worte zu fassen, was ich dort erlebt und gesehen habe. Einerseits immenser Reichtum. Andererseits bitterste Armut. Was sich tagtäglich vor den Türen des Krankenhaus, in dem mein Vater behandelt wurde, abspielte, zerriss mich innerlich. Eltern, die versuchten, für ihre schwer kranken Kinder einen Arzt zu finden. Aber einfach nicht behandelt wurden, weil sie kein Geld hatten. In dem Moment wurde mir zum ersten Mal richtig bewusst, wie gut es uns in Deutschland eigentlich geht.”

Leben und sterben lernen. Und sterben und leben lernen, so formulierte es einst die bekannte Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross. Tod, Krankheit, Armut, alles Themen, die weh tun. Aber manchmal muss es eben auch mal weh tun. Wo kein Schmerz, da kein Wachstum. Wir müssen und dürfen also hinschauen. Denn es gibt erstaunliche Parallelen zwischen Sterbe- und Wachstumsprozess. Diese bringt uns Suna näher und nimmt uns dabei liebevoll und aufrüttelnd an die Hand.

Suna, auch wenn du uns das Lied vom Tod spielst, freuen wir uns umso mehr auf dein Hoch aufs Leben beim GUK!

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